Eine USV-Infrastruktur, die einen minimalen Bedarf an menschlichen Interventionen und Wartungseingriffen vor Ort erfordert, stellt einen wichtigen Aspekt in der Entwicklung der M+E-Architektur und im Betrieb von Rechenzentren in einer postpandemischen Welt dar

Es wird schon lange angestrebt, Rechenzentren mit möglichst wenig menschlichen Interaktionen vor Ort zu betreiben. Nicht zuletzt die Pandemie 2020/21 hat einen neuen Anstoß gegeben, die physische Präsenz in Rechenzentren auf ein Minimum zu beschränken.

Betreiber, die sich um ihre Rechenzentren sorgen, wenn aufgrund von COVID-Reisebeschränkungen oder Krankheit der Mitarbeiter dem erforderlichen Fachpersonal keinen Zuritt zu den Anlagen ermöglicht werden kann, sind auf der Suche nach Alternativen, um ihre Abhängigkeit von physischer Präsenz zu reduzieren.

Wie kann dies in Rechenzentren erreicht werden, in denen die Betreiber Wartung und Betreuung von mechanischen und elektrischen Anlagen von „professionellen Händen“ ausführen lassen?

Eine Möglichkeit besteht darin, die physische Anwesenheit von Servicemitarbeitern in einem Rechenzentrum soweit wie möglich zu reduzieren. Gleichzeitig werden damit die negativen Auswirkungen und Risiken von Stillstandszeiten gesenkt.

Es gibt drei Hauptfaktoren, die helfen können, Ausfallzeiten und damit menschliche Eingriffe zu minimieren.

Der erste Faktor ist eine höhere Zuverlässigkeit der USV-Systeme. 

In der Praxis schwer zu evaluieren, kann die Zuverlässigkeit jedoch direkt in Ausfallraten ausgedrückt werden, die besser vergleichbar sind.

Hier können die jüngsten technologischen Fortschritte von Piller mit der USV-Serie UB-V eine Lösung bieten. Obwohl es sich bei beiden um elektrisch gekoppelte Technologien handelt, ist die Piller UB-V Baureihe zuverlässiger als herkömmliche statische USV-Systeme. 

Unter Berücksichtigung von Felderfahrungen und veröffentlichten MTBF-Werten (Mean Time Between Failure = statistische mittlere Zeit zwischen Ausfällen einer einzelnen Einheit) berechnete Piller die Ausfallhäufigkeit beider elektrisch gekoppelten USV-Technologien über die Zeit. Die Daten ergaben, dass beim Einsatz der UB-V Baureihe die Ausfälle im Vergleich zu herkömmlichen statischen USV-Anlagen um das Fünffache reduziert werden können.

Den zweiten Faktor stellen die geringeren Wartungsanforderungen dar. Hierfür wird die Anzahl vieler Verschleißteile soweit wie möglich reduziert oder gar eliminiert. Die Piller USV-Serie UB-V verzichtet beispielsweise auf den Einsatz von Leistungskondensatoren oder auf zusätzliche Schnittstellen zum schnellen Komponententausch, um einer höheren Ausfallrate entgegenzuwirken.

Und der dritte Faktor, der zur Verringerung der Ausfallzeiten wesentlich beiträgt, sind die integrierte Zustandsüberwachung und Ferndiagnose der USV-Serie UB-V.

Die meisten USV-Technologien erfordern die Anwesenheit eines Technikers vor Ort, um den Zustand der USV-Systeme zu überprüfen und routinemäßige Wartung auf regelmäßiger Basis durchzuführen. 

Mit der UB-V Technologie kann dies aufgrund ihres Designs in Verbindung mit einer umfangreichen Überwachung von mehr als 100 System-Parametern und einer zustandsbasierten Wartung für Verschleißteile auf Intervalle von bis zu fünf Jahren ausgedehnt werden.

Über eine sichere Datenverbindung erzeugt die USV bei Auftreten einer Unregelmäßigkeit einen Alarm und sendet ein Datenpaket an die rund um die Uhr verfügbare Piller Serviceorganisation, die die Daten analysiert, dem Kunden eine Rückmeldung gibt und bei Bedarf die entsprechenden Maßnahmen einleitet.  

Andernfalls kann der Eigentümer oder Betreiber gewiss sein, dass seine USV-Systeme sicher arbeiten, ohne dass ein menschliches Eingreifen erforderlich ist.

Der sichere Betrieb von Rechenzentren

Sowohl in der aktuellen Pandemie-Situation als auch für die Zeit danach brauchen Rechenzentrumsbetreiber Vertrauen in ihre USV-Systeme und gleichzeitig Unabhängigkeit von Einschränkungen durch lokale COVID-Regeln. Genau das kann die UB-V Baureihe bieten.

Stromversorgungskonzepte, bei denen weniger Personal für den kontinuierlichen USV-Betrieb im Rechenzentrum anwesend sein muss, können durch eine verstärkte Automatisierung und Fernüberwachung umgesetzt werden. Konstrukteure, Entwickler und Betreiber haben jetzt die Möglichkeit, mit fortschrittlicher Technologie und innovativen Tools genau dies zu erreichen. 

Das angestrebte Ziel sind geringere physische Interventionen und weniger physische Kontakte, ohne dabei die Ausfallsicherheit zu beeinträchtigen. 

Die Reduzierung der Präsenz von Personen im Rechenzentrum trägt auch dazu bei, die Sicherheit und den Schutz der Rechenzentrumsumgebung zu erhöhen.

Mehr Informationen über die elektrisch gekoppelten USV-Systeme von Piller UB-V finden Sie hier.

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