Langley schließt Übernahme der Bergen Engines von Rolls-Royce ab

Motorenhersteller wird Hauptstütze der Net Zero Strategie

Retford – 4. Januar 2022 

Langley Holdings hat die Übernahme der norwegischen Bergen Engines Gruppe von Rolls-Royce für einen Kaufpreis von 91 Millionen Euro abgeschlossen. Darüber hinaus hat Rolls-Royce liquide Mittel der Bergen Engines AS in Höhe von 16 Mio. EUR einbehalten.

Der Abschluss der Transaktion, die am 3. August 2021 bekannt gegeben wurde, erfolgt jetzt nach Abschluss der Maßnahmen zur Ausgliederung des Unternehmens aus dem Rolls-Royce-Konzern.

Zum 31. Dezember 2021 erwarb Langley formell Bergen Engines AS als eigenständige Gruppe, einschließlich der Motorenfabrik, des Service Standortes und der Gießerei in Norwegen, der Motoren- und Kraftwerkskonstruktion, des globalen Servicenetzes und der Tochtergesellschaften in neun Ländern.

Im Jahr 2021 erwirtschaftete Bergen Engines einen Umsatz von rund 250 Mio. €. 

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs der Rolls-Royce Holdings plc wurden in der konsolidierten Bilanz als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen.

Die Bergen Engines Gruppe beschäftigt weltweit nahezu 950 Mitarbeiter, von denen mehr als 600 am Hauptsitz und in den Produktionsstandorten in der Nähe von Bergen, Norwegen, tätig sind.

In Zukunft wird Bergen Engines als eigenständige Gesellschaft geführt werden, die sich - zusätzlich zu ihren traditionellen Märkten - auf den sich schnell entwickelnden Sektor der Microgrid-Stromerzeugung konzentrieren wird, ein Bereich, der für Langleys Net Zero Strategie von zentraler Bedeutung ist.

Bergen wird das Kernstück der neu gegründeten Power Solutions Division, und eng mit der italienischen Tochtergesellschaft Marelli Motori und der deutschen Piller Power Systems zusammenarbeiten.

Chairman & CEO Tony Langley zur Übernahme: "Die Akquisition von Bergen Engines ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unseren Net Zero Zielen. Das Unternehmen genießt einen ausgezeichneten Ruf und erweist sich als äußerst innovativ bei der Anpassung seiner Motoren an kohlenstoffarme und nicht-fossile Brennstoffe. Darüber hinaus passt der aufstrebende Sektor der Microgrids perfekt zu unseren langfristigen Nachhaltigkeitszielen."

Bei seinem Besuch in Bergen Engines im vergangenen Oktober gab Langley grünes Licht für ein Forschungsprojekt im Wert von 4 Millionen Euro, das gemeinsam mit der norwegischen Regierung finanziert wird. Das Projekt AMAZE (Ammonia Zero Emissions) erforscht die mögliche Verwendung von Ammoniak als alternativen Kraftstoff für Schiffsmotoren.

Es wird erwartet, dass der Geschäftsbereich Power Solutions rund 600 Millionen Euro des für 2022 erwarteten Umsatzes von Langley in Höhe von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaften wird. Der Geschäftsbereich beschäftigt rund 2.400 der insgesamt 5.600 Mitarbeiter der Gruppe weltweit.

Video (00:37Sek). Eine neue Ära beginnt: Nach 22 Jahren im Besitz von Rolls-Royce wird der norwegische Motorenbauer am 31. Dezember 2021 Teil der Langley Holdings.

Ein Motor der Bergen Engines verlässt das Werk in Norwegen

Mehrere Motoren werden von der Tiefwasserwerft des Unternehmens für den Weitertransport per Schiff verladen

Über Bergen Engines AS 

Die mittelschnelllaufenden Gas- und Flüssigbrennstoffmotoren sowie Stromgeneratoren von Bergen Engines werden an ein breites Spektrum von Kunden an Land, der Handelsmarine und Marine geliefert. Der Name Bergen steht für Qualität und Zuverlässigkeit.

Die Herstellung von mittelschnelllaufenden Motoren geht auf das Jahr 1855 zurück, als das ursprüngliche Unternehmen Bergen Mekaniske Verksted (BMV) gegründet wurde.

Im Jahr 1946 baute das Unternehmen seinen ersten Dieselmotor und hat seitdem über 7.000 seiner bekannten flüssigkeits- und gasbetriebenen Motoren in Betrieb genommen. Mehr als die Hälfte davon ist heute noch in Betrieb, was für die Qualität und Zuverlässigkeit eines Bergen-Motors spricht.

Ab 1999 war Bergen Engines AS Teil der Rolls-Royce plc. Am 31. Dezember 2021 wurde das Unternehmen an den in Privatbesitz befindlichen Engineering- und Industriekonzern Langley Holdings plc verkauft.

Über Langley Holdings plc

Langley Holdings plc (Langley) ist ein privater britischer Engineering- und Industriekonzern, der in erster Linie Investitionsgütertechnologien für verschiedene Märkte weltweit anbietet. 

Die Unternehmen von Langley sind entweder absolute Marktführer oder nehmen in ihren jeweiligen Bereichen starke Nischenpositionen ein und bieten fortschrittliche Technologien mit einem lösungsorientierten Ansatz. 

Die Gesellschaften des Konzerns befinden sich in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Norwegen mit 18 Produktionsstätten in Europa, Großbritannien und den USA sowie mehr als 90 Vertriebs- und Serviceniederlassungen weltweit. Die Gruppe beschäftigt derzeit mehr als 5.600 Mitarbeiter. Für das Jahr 2022 wird ein Umsatz von annähernd 1,3 Milliarde Euro erwartet.

Der Konzern wurde 1975 von Anthony Langley, dem derzeitigen Chairman & CEO, gegründet und befindet sich nach wie vor in Familienbesitz.

Über Rolls-Royce Holdings plc 

1. Rolls-Royce gehört zu den Pionieren der Energieversorgung, wenn es darum geht, die Gesellschaft zu verbinden, zu versorgen und zu schützen. Rolls-Royce hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2030 keine Treibhausgasemissionen mehr zu produzieren (ausgenommen hiervon ist nur der Bereich Produktprüfung). Das Unternehmen hat sich 2020 der UN-Kampagne Race to Zero angeschlossen und sich verpflichtet, sicherzustellen, dass neue Produkte bis 2030 Netto-Null-Emissionen erzeugen werden und alle bestehenden Produkte bis 2050 mit Netto-Null kompatibel sind.

2. Rolls-Royce betreut Kunden in mehr als 150 Ländern, darunter mehr als 400 Fluggesellschaften und Leasingkunden, 160 Streitkräfte und Seestreitkräfte sowie mehr als 5.000 Energie- und Nuklearkunden.

3. Der zugrunde liegende Jahresumsatz betrug im Jahr 2020 11,76 Milliarden Pfund und die Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 1,25 Milliarden Pfund. Darüber hinaus unterstützt Rolls-Royce ein weltweites Netzwerk von 28 Universitäts-Technologiezentren, die Rolls-Royce-Ingenieure an der Spitze der wissenschaftlichen Forschung positionieren.

4. Rolls-Royce Holdings plc ist ein börsennotiertes Unternehmen (LSE:RR., ADR: RYCEY, LEI: 213800EC7997ZBLZJH69).